Bullerei – Tim Mälzer lässt grüßen

Vor einiger Zeit bot sich mir die Gelegenheit, in der Bullerei in Hamburg essen zu können. Nein, die Bullerei hat nichts mit unseren uniformierten Beamten zu tun. Vielmehr ist das das Restaurant von Promi und Fernsehkoch Tim Mälzer. Für mich eine gute Gelegenheit wieder mal ein Restaurant unter die Lupe zu nehmen :-) Und noch dazu ein Prominentes.
Man merkt schon, dass es sich um ein angesagtes Restaurant handelt, da eine Reservierung schon einige Zeit im Voraus erfolgen sollte. Eine Reservierung ist sowohl online als auch telefonisch möglich.
Für alle, die nicht so lange im Voraus reservieren möchten, gibt es noch das Deli. Das Deli ist für spontane Besuche ausgelegt, während die Bullerei ab 18 Uhr öffnet und nur mit Reservierung.
Hat man einen der begehrten Plätze ergattert, beginnt für den einen oder anderen die spannende Anfahrt :-)
Auch wenn auf der Seite der Bullerei eine Anfahrtskizze hinterlegt ist, so habe ich mich im Dunkeln doch recht schwergetan. Das Gebäude liegt an der Schanzenstraße und Lagerstraße. Zu Fuß ist es kein Problem von der Schanzenstraße das Gebäude zu finden, mit dem Auto gibt es eine kleine unscheinbare Einfahrt zu den Schanzenhöfen. Auf dessen Rückseite in Sichtweite des S-Bahnhofs Sternschanze liegen die Parkplätze . Einmal viertel um das Gebäude gelaufen und schon steht man vor dem Eingang :-)
Um in das Restaurant zu gelangen, geht man durch das Deli und wird dann von dem freundlichen Servicepersonal nach seinem Namen gefragt, um durch diese zu seinem reservierten Tisch gebracht zu werden. Mein erster Eindruck war, „Man ist das groß hier“. Ich schätze, das Lokal verfügt über ca. 40 bis 50 Tische. Und die waren alle belegt. Der Tisch, an dem ich saß, lag etwas im Randbereich und man konnte dem Nachbartisch bequem das Salz oder den Pfeffer reichen, wenn es denn notwendig gewesen wäre. Die Beleuchtung war für meine Augen etwas zu schummerig, aber das will nichts heißen, ich bin ja Brillenträger 😉
Bullerei
Sehr schnell wurde die Speisekarte durch die netten Mitarbeiter gereicht und auch die Getränke aufgenommen. Ich entschied mich für die Burrata mit Tomaten aus dem Würzsud, Rucolasalat und Brotchip als Vorspeise. Als Hauptgang musste es natürlich ein ordentliches Steak sein. Hier stach mir sofort das 12 Tage gereifte Entrecote mit Gurkensalat und Maiskolben ins Auge.
Ausgesucht und bestellt :-) Toll war, dass dann eine junge Dame an den Tisch kam und nach dem Wein zum Hauptgang fragte. Passend zum Steak wurde der entsprechende Wein gewählt. Allerdings muss ich jetzt gestehen, ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wie er hieß.
Klar, wenn man in einem solchen Restaurant ist, schaut man auch mal nach dem Besitzer. Und tatsächlich, beim Betreten des Restaurants stand Tim Mälzer in der Nähe der Bar, war aber kurze Zeit später schon wieder verschwunden. Ist er vielleicht in die Küche um mein Steak zu braten? Man kann vom Restaurant durch ein großes Fenster direkt in die Küche schauen.

Ein Blick in die Küche der Bullerei.
Ein Blick in die Küche der Bullerei.

Leider auch in der Küche kein Tim Mälzer zu sehen. Sicher hat er andere und wichtigere Verpflichtungen, als mein Steak zu braten 😉 Gut, ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, der in Ohnmacht fällt, wenn er einen Prominenten sieht. Also kein Tim Mälzer mehr am Abend.
Dafür aber eine Burrata, die einfach grandios vom Geschmack war. Dieser cremige Käse in Kombination mit dem kräftigen Rucola und der Säure der Tomaten, dazu ein Schuss sehr gutes Olivenöl… Passt absolut. Der Brotchip gibt dem Ganzen einen prima Crunch.

Burrata mit Rucola, Tomaten aus dem Würzsud und Brotchip
Burrata mit Rucola, Tomaten aus dem Würzsud und Brotchip.

Das war schon mal ein prima Einstieg :-)
Nach der Vorspeise dauerte es nicht lange, bis wieder eine andere freundliche Mitarbeiterin kam und den Hauptgang servierte. Im ersten Moment dachte ich: „Hm, ist das alles?“
Im Vorfeld hatte ich mir noch Pommes dazu bestellt. Wie sich später herausstellte, völlig überflüssig :-)
Ich zeig Euch mal, wie es angerichtet war.

So angerichtet wurde der Hauptgang serviert.
So angerichtet wurde der Hauptgang serviert.

Etwas übersichtlich angeordnet. Aber hier geht es ja um eines: STEAK :-) Und genau das stand im Mittelpunkt. Auf den Punkt gegart, superlecker. Der Gurkensalat brachte in das Gericht eine Frische und der Maiskolben war so, wie man sich einen Maiskolben vorstellen muss. Ich bin nicht ganz der Fan von Maiskolben, aber er hat wirklich geschmeckt.
Ich möchte Euch noch ein Anschnittbild vom Steak zeigen.

Ein perfekt gegrilltes Steak. Hier muss doch Tim Mälzer am Werk gewesen sein.
Ein perfekt gegrilltes Steak. Hier muss doch Tim Mälzer am Werk gewesen sein.

Wie ich oben schon geschrieben habe, die Pommes hätte ich mir schenken können. Die waren einfach zu viel und gingen in der Masse wieder zurück.
Auch ein Dessert passte nach dem „Klumpen“ Fleisch nicht mehr rein. Noch einen Verdauungsespresso und dann die Rechnung bestellt.

Mein Fazit zur Bullerei in Hamburg:
Ich hätte das Restaurant anders erwartet, wie kann ich nicht mal sagen. Jedenfalls anders. Aber….. Das Essen war Spitzenklasse und absolut empfehlenswert. Die Preise sind sicher etwas höher als in manch anderem Restaurant und Steakhaus. Aber durchaus gerechtfertigt. Der Service ist sehr aufmerksam und freundlich. Ich kann die Bullerei mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.
Eine Anmerkung hätte ich noch: Vielleicht ein beleuchtetes Schild, welches die Einfahrt zum Restaurant kennzeichnet.
Ansonsten gibt es von mir die volle Punktzahl :-)
Bewertung 5

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